Zwei über ein halbes Jahrhundert alte baugleiche schwere gusseiserne Drechselbänke der
Marke Heyligenstaedt sind Kernstücke meiner Werkstatt.
Zu beiden Maschinen gehören komplette Spannwerkzeuge und Zubehörteile sowie Drehstähle.
Außerdem habe ich eine kleine umgebaute Mechaniker-Drehbank für kleine Drehteile speziell
für Anfänger zum Üben. Mit anderen Worten: In meiner Werkstatt können mehrere Holzfreunde
gleichzeitig arbeiten, beispielsweise auch an der Bildhauerbank mit Figurenschraube.
Genau das wünsche ich mir.
Meine Stähle kann ich auf fünf Maschinen mit unterschiedlichen Eigenschaften schärfen.
Den letzten Schliff bekommen sie natürlich auf Wasser-. oder Ölsteinen.
Holz ist wunderbar:
Holz hat viele gute Eigenschaften. Es ist Rohstoff und Baustoff, Brennstoff und Werkstoff
seit Menschengedenken. Die großen Kultur- und Zivilisationsleistungen der Menschheit waren und sind ohne Holz nicht möglich.
Wer sich intensiv mit Holz beschäftigt, sieht in dem Wald mehr als eine Sammlung von Bäumen.
Jeder Baum ist ein Unikat, ob in einem Waldverband, in einem Park, in einem Garten oder als
Solitär in der offenen Landschaft. Wer sich mit Holz befasst, gewinnt früher oder später
elementare Kenntnisse über die Gesetze der Natur und gewinnt neue Erkenntnisse über die
Bedeutung und Rolle der Menschen auf dem „blauen Planeten“ Erde.
Ich beschäftige mich zum Beispiel seit vielen Jahren auch mit der Mykologie, der Lehre von
den Pilzen. Sie fügt sich nahtlos an die Lehre von den Bäumen.
Ohne Bäume gäbe es keine Pilze, ohne Pilze keine Bäume.
35 Jahre arbeitete ich als Redakteur für Tageszeitungen. In diesem Beruf drehte sich alles
um Nachricht, Reportage und Meinung. Seit 25 Jahren dreht sich in meiner Freizeit alles
ums Holz – buchstäblich. Die uralte Handwerkskunst des Drechselns fasziniert mich.
Holz ist der ideale Werkstoff für diese Technik der Spanabnahme. Weil der Werkstoff Holz
im Mittelpunkt steht, verstehe ich mich als Holzwerker.
Die intensive Beschäftigung mit dem „toten“ Holz führt zwangsläufig zu den lebendigen Bäumen
und zu der Erkenntnis, dass die fast unendliche Vielfalt der Bäume auf unserem Globus die
größte, wenngleich immer wieder unterschätzte Kostbarkeit darstellt.
Die intensive Beschäftigung mit dem „toten“ Holz führt zwangsläufig zu den lebendigen
Bäumen und zu der Erkenntnis, dass die fast unendliche Vielfalt der Bäume auf unserem Globus
die größte, wenngleich immer wieder unterschätzte Kostbarkeit darstellt.
Das Formen eines Stück Holzes auf der Drechselbank ist meist der Abschluss eines mehrjährigen
Prozesses. Das möglicherweise geeignete Holz muss gesucht und entdeckt, aufgeschnitten, behutsam
gelagert und getrocknet und immer wieder neu in die Drechselbank gespannt und zwischen langen
Pausen mit scharfen Stählen bearbeitet werden. Falls meine Arbeit gelingt, verstehe ich sie
auch als ein Tribut an die wunderbare belebte Welt in den Wäldern, Parks und Gärten aller Kontinente.
Was biete ich ?
Eine Werkstatt im ehemaligen Kuhstall meiner 290 Jahre alten Hofreite in Wehrheim im
hessischen Landkreis Hochtaunus, zwölf Kilometer von Bad Homburg und fünf Kilometer vom
römischen Limes entfernt. In dieser Werkstatt stehen zwei schwere gußeiserne Holzdrehbänke
der Marke Heyligenstädt (Spitzenhöhe 300, Spitzenlänge 1200mm), dazu alle notwendigen Spund-,
Spann- und Spreizfutter, Planscheiben sowie sonstige Einrichtungen wie Lünetten, Support
und Kugeldrehapparate. Für Präsentationen außerhalb der Werkstatt habe ich mir eine kleine
Mechanikerdrehbank für die Holzbearbeitung umgebaut.
In der heizbaren Werkstatt habe ich konzentriert, was ein Schreiner, Möbelrestaurator und
Schlosser braucht:
Kreissäge, Hobelmaschine, große und kleine Bandsäge, Oberfräse, alle Handmaschinen für die
Holz- und Metallbearbeitung und handschmeichlerisches traditionelles Handwerkzeug. Ich arbeite
gerne mit Profilhandhobeln, dem Stechbeitel, der guten alten Gestellsäge und – auf der
Schnitzbank wie auf einem Pferd sitzend - mit dem Zugmesser.
Außerdem: Seit Jahren warten komplette Sätze fast aller Bildhauereisen darauf, von mir in
die Hand genommen zu werden. Ich habe mir schon vor Jahren eine massive Bildhauerbank mit
verstellbarer Figurenschraube gebaut. Lindenholz habe ich genug.
Stichwort Holz:
In meiner Scheune lagern über drei Stockwerke verteilt ein Dutzend Festmeter aufgeschnittenes
Edelholz für den Möbelbau und die Drechslerei. In den vergangenen zwei Jahrzehnten kaufte ich
vorzugsweise heimische Obst- und Edelhölzer bei Submissionen. Ich verfüge auch über kostbare
Tropengewächse, meist im Tausch gegen heimische Hölzer erstanden.
Fünfmal habe ich bislang meine Holzprodukte der Öffentlichkeit präsentiert, zuletzt in Bad
Homburg im Rahmen eines großen Projektes mit dem Namen „Kunst-Werk-Stadt“.
Nicht mehr eingeschränkt durch journalistische Erwerbsarbeit, will ich künftig häufiger in
der Werkstatt nach Herzenslust meine großen Holzvorräte verschaffen. Damit es nicht langweilig
wird, suche ich interessierte gleichgesinnte Holzwerker und Menschen, die meine hölzernen Produkte
in Würdigung ihres Wertes kaufen.